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Venenleiden (Krampfadern, Varizen)


Etwa 25% aller Personen über 40 Jahre leiden an Krampfadern. Bei dieser häufig vorkommenden Erkrankung handelt es sich um eine Erweiterung und Schlängelung von oberflächlichen Beinvenen. Sie entstehen durch Wirkung der Schwerkraft, wodurch es infolge der Schlussunfähigkeit der Venenklappen zur Richtungsumkehr des Blutstromes (Reflux) in den betroffenen Venen kommt.

Ursache von Krampfadern:

Es ist bekannt, dass Venenleiden genetisch bedingt sind. Vorsorgeuntersuchungen werden bei familiärer Venenbelastung ab dem 20. Lebensjahr empfohlen. Durch die neue interventionell-radiologische, minimal-invasive Verklebungsmethode erscheint es auch sinnvoll Untersuchungen ab dem Kindesalter durchzuführen, da die ambulante Venenbehandlung bereits im Kindesalter sinnvoll ist. 10 % von getesteten 10-12-Jährigen und 30 % der 16 Jährigen zeigten laut. einer aktuellen Studie Anzeichen einer Venenschwäche. Neben einer familiären Häufung sind Übergewicht, Bewegungsmangel und häufige Schwangerschaften, vorwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit, Risiken für eine Entstehung von Varizen.

Symptome von Krampfadern:

Neben der kosmetischen Verunstaltung treten Symptome wie müde, schwere Beine, Schwellungen und nächtliche Krämpfe auf. Zu den schwerwiegenden Folgen zählen oberflächliche und tiefe Venenthrombosen mit entzündlichen Komplikationen, Unterschenkelgeschwüre oder Lungeninfarkte.

Was sind Krampfadern?

Sackförmig oder zylindrisch erweiterte oberflächliche Venen, in denen das Blut entsprechend der Schwerkraft fußwärts (also in die verkehrte Richtung) fließt. Diese überlastet die tiefen Venen, welche als einzige das Blut aus dem Bein zum Herz pumpen können. Bei länger bestehenden Krampfadern werden diese tiefen Venen aufgrund des zusätzlichen Blutvolumens überlastet und werden insuffizient (undicht), sodass auch in den tiefen Venen das Blut fußwärts fließt und schwere und müde Beine, sowie Geschwüre an den Beinen entstehen können. Zusätzlich besteht die Gefahr einer tiefen Beinvenenthrombose mit Zerstörung der tiefen Beinvenen.

Wie kommt es zur Entstehung von Krampfadern?

Eine Voraussetzung für gut funktionierende Venen sind intakte Venenklappen. Ist die Spannung in der Venenwand geschwächt (vergleichbar mit schlaffer Haut), so wächst der Abstand zwischen den beiden Venenklappen. Bei einem Blutrückfluss schließen dann die Klappen nicht mehr richtig, man spricht dann von einer Venenklappen-Insuffizienz und das Krampfadernleiden beginnt. Schwache Klappen können den Rückfluss des Blutes nicht verhindern, dann fließt das venöse Blut aus den tiefer gelegenen Venen in das oberflächliche Venensystem. Die Fließrichtung des Blutes kehrt sich in den Krampfadern um, und die tiefen Venen müssen vermehrt Arbeit leisten. Es entsteht dann ein krankhafter venöser Kreislauf. Von der Leiste oder von der Kniebeuge fließt das Blut aus den tiefen Venen über die Krampfader nach unten, sodass die tiefen Beinvenen überlastet und damit geschädigt werden. Lässt die Spannung in der Venenwand nach so ist das der Beginn der Varizen-Entwicklung. Der Körper kann eine einmal entstandene Krampfader nicht selbst heilen, sodass sie immer grösser wird und die tiefen Beinvenen zunehmend geschädigt werden.

Wodurch kann das Krampfadernleiden gemildert werden?

Die einzige Hilfe bei Krampfadern ist der Verschluss der Krampfadern oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen der Kompressionsklasse 2. Tägliche Übungen gegen kranke Venen können Linderung bringen, aber eine Venenuntersuchung und eine optimale interventionell-radiologische, minimal-invasive Sanierung des Krampfadernleidens ist in jedem Fall vorrangig.

Weiterführende Informationen:
Behandlung von Krampfadern
Besenreiser entfernen

INFORMATIONS-VIDEO:



VORHER-/NACHHER-FOTOS:

Krampfadern
Krampfadern
Krampfadern
Krampfadern